Raidho Reitlehre

Raidho Reitlehre

RAIDHO REITLEHRE

Präsent und fokussiert mit Pferden arbeiten

 

Wie bewusst sind wir uns, was wir dem Pferd kommunizieren? Vom Boden aus, sowie im Sattel.

 

Wie klar ist unsere Sprache? Ist sie geeignet, um mit dem Pferd zu kommunizieren, entspricht sie seiner Natur und nicht jener des Menschen?

 

Beobachten wir die großen Lehrmeister des Reitsports, die Champions von gestern und heute, so können wir feststellen, dass alle, während sie mit dem Pferd arbeiten, zu 100% bedachtsam und fokussiert sind. In keinem Augenblick schweifen die Gedanken ab, nichts kann sie ablenken, sie scheinen eins mit ihrem Pferd zu sein.

Auch die deutschen Dressurgeschwister Jessica von Bredow-Werndl und Benjamin Werndl, betonen in ihren Lehrauftritten immer wieder wie wichtig die Arbeit an sich selbst ist bevor man an das Pferd tritt. Zur Vorbereitung nehmen sie sich die Zeit für Meditation und Atemübungen, um sich zu von unnützen Gedanken zu befreien, emotional zu neutralisieren, die Konzentration zu erhöhen und so präsent und fokussiert ihre Pferde arbeiten zu koennen.

Pferde leben ausschließlich im Hier und Jetzt und sind weder Plüschtiere noch bedürfen sie der Behandlung eines Kindes. Pferde fordern einer ihrer Natur artgerechten Behandlung, größten Respekt, Klarheit, Sanftheit und eine für sie verständliche Sprache.

Die deutsche Trainerin Alexandra Rieger, die wir bereits durch Raidho Healing Horses kennen lernten, hat ihre bekannten Chakren-Workshops weiterentwickelt und eine Raidho Reitlehre geschaffen, als Basis für jede Reitweise, denn erst wenn ich als Reiter, egal welcher Disziplin, von meinem Pferd verstanden werde und sein Vertrauen und seinen Respekt gewonnen habe, sind weitere Schritte sinnvoll.

Voraussetzung für den Sprung in den Sattel ist der Abschluss der Workshops zu den ersten vier Chakren. Im ersten, dem Mulhadara gewidmet, geht es darum, zum Bezugspunkt zu werden, im Hier und Jetzt zu sein und Spannungen im Körper loszuwerden, welche ansonsten ablenken. Im Workshop zum zweiten Chakra, Svadhistana, werden Emotionen neutralisiert, denn nur frei von ihnen kann eine Annäherung zum Pferd stattfinden. Im dritten Chakra, Manipura, wird die eigene Kraft gestärkt sowie die Wirksamkeit, sich zu fokussieren und eine Richtung zu geben erlernt, damit wir zum Bezugspunkt werden. Im vierten Chakra, Anahata, werden die Qualitäten des Herzens aktiviert um auf der Grundlage dessen zu handeln, was das Herz deutet und nicht der Verstand, durch Energien. Denn es sind genau die Energien welche es uns ermöglichen, mit Pferden in Kontakt zu kommen. Je wohlwollender unsere Energien sind, desto mehr wird das Pferd auf unserer Seite sein, ohne Zwang. Je angespannter, unklarer oder sogar chaotischer diese Energien sind, desto mehr wird das Pferd versuchen, ihnen zu entkommen oder sogar dagegen zu gehen.

Es scheinen einfache Regeln zu sein, wesentlich nicht nur für die Arbeit mit Pferden, sondern auch in zwischenmenschlichen Beziehungen, denn ganz ehrlich: Würden Sie einer nicht klaren, unsicheren, in seinen Handlungen macht- und kraftlosen Person vertrauen und folgen? Warum sollten das dann Pferde tun?

Die Aktivierung der ersten vier Chakren wird es uns außerdem ermöglichen, in unserem Denken, Fühlen, Wollen und Handeln kongruent zu sein, unentbehrliche Voraussetzung in der Arbeit mit Pferden, besonders wenn wir im Sattel sitzen. Denken Sie beispielsweise an die Ausführung eines Zirkels, wenn wir etwas denken, aber etwas anderes wollen und noch etwas anderes fühlen und dadurch in unseren Handlungen macht- und kraftlos sind. Chaos. Wenn ich jedoch gegenwärtig bin, das Pferd in seinem Sein und seinen Bewegungen wahrnehme, und mit meinem Willen und Hilfen auf eine ordnungsgemäße Ausführung des Zirkels hinarbeite, dann wird das Ergebnis sicher ein anderes sein.

Die Raidho-Workshops zu den Chakren richten sich an alle Interessierten, während sich die drei Stufen der Reitlehre an diejenigen richten, die aktiv im Sattel sitzen bzw. mit Pferden und Menschen arbeiten. Letzter Termin für 2019 sind der 16. und 17. November. Worauf wartest du?

 

Cosima von Klebelsberg

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