Die drei Führpositionen: Leitstute

Die drei Führpositionen: Leitstute

Die Position der Leitstute

Notizen von Sabina Hirtz zu den LIVE - Übertragungen von Alexandra Rieger

 

Es geht um die Position der Leitstute innerhalb der Herde. Es sind in der Leitstute keine äußerlichen Qualitäten, die sie auszeichnet, sondern es sind innere Qualitäten. Was sind das für Qualitäten? Es ist die Qualität der Klarheit, die Qualität der inneren Stabilität, der Ruhe, der Überlegenheit - Überlegenheit insofern, dass sie ein höheres Wahrnehmungsbewusstsein hat. Sie erkennt sehr schnell, wann potenzielle Gefahren auftreten, sodass sie die ganze Herde über ihre emotionale Verfassung benachrichtigen kann, also der Herde das Signal geben kann: ,,So jetzt ist es notwendig, dass wir alle zusammen fliehen.‘‘ Sie kennt die Stellen, wo es eben Gras gibt, wo sie Nahrung findet, die Herde, wo sie Wasser findet, also sie hat ein erhöhtes Wahrnehmungsbewusstsein und daher eine gewisse Überlegenheit und sie hat vor allem eben auch den Sinn der Ordnung, der Gerechtigkeit, in sich in einem ausgeprägten Maße und diese inneren Qualitäten, Energien zeichnet die Leitstute aus und das sind die Energien, die es ermöglichen, dass die anderen, also die Herde als Gesamtheit, dieser Energie, dieser Leitstute, folgt. Die Herde folgt der Leitstute aufgrund dieser Energien. Sie wird aufgrund dieser Energien zum Referenzpunkt innerhalb der Herde und sie muss sich diese Situation, diese Position, nicht erkämpfen, sie muss also keine Konkurrenzkämpfe ausführen, sondern sie ist dieser Referenzpunkt. Sie ist die Anführerin, d.h. ihre Führungskraft kommt aus dem Sein, während die Führungskraft des Hengstes aus dem Machen kommt. Wir haben hier also in der Leitstute eine sehr, sehr ausgeprägte Yin Kraft am Werk, während im Hengst eine ganz stark ausgeprägte Yang Kraft ist. Also Yin definiert sich über das Sein und Yang definiert sich vorrangig über das Machen, über das Kämpfen.
In der Herde herrscht das Weibliche, führt das weibliche Prinzip mehr denn das männliche oder nein: Es ist ein Ausbalanciert sein zwischen Yin und Yang.
Der Hengst, der über das Machen und Kämpfen denkt, er ist der Führer, wird dann ganz kleinlaut, wenn er in Kontakt mit der Leitstute kommt, da die Leitstute über ihre Energie die Ordnung herstellt und das geht nur über das Sein, also sie ist.
Sie kommt in eine Situation hinein, in der vielleicht eben diese kämpferischen Spiele stattfinden und es ist augenblicklich die Ordnung wieder hergestellt, die Rangordnung und sie muss da gar nichts machen, denn aufgrund ihrer Reife und aufgrund ihrer starken Energie, die sie aufgrund ihrer Reife in sich entwickelt hat, stellt sie diese Ordnung her. Also es ist tatsächlich das Matriarchat in einer Herde und durch welche Qualitäten zeichnet sich ein Matriarchat aus? Es sind wieder die Qualitäten der Klarheit, der inneren Stabilität, der Präsens, also diese Präsens, die es ermöglicht, potenzielle Gefahren schnellstmöglich wahrzunehmen und darauf zu reagieren. Es ist die Gerechtigkeit, die aus dieser Ordnung heraus entsteht und dadurch führt die Leitstute, in dem Fall das Matriarchat, wird geführt, entsteht durch diese Qualitäten und es sind eben innere Qualitäten, es sind Seins-Qualitäten, es sind Yin-Kräfte und wir erarbeiten uns in dem Bewusstwerdungsprozess der sieben Chakren, über die sieben Chakren gerade in den ersten drei Modulen diese Energien. Im ersten Modul ist es die Kraft, der Geist der Akzeptanz, der uns in de Präsens führt, in diese Klarheit, denn erst wenn ich geerdet bin und präsent bin, kann ich Klarheit in mir schaffen. Im zweiten Schritt geht es dann um den Geist der Geduld und dieser Geist der Geduld befähigt mich in die Ruhe zu kommen, also ich kann die Ruhe in mir entwickeln, die sich dann gerade in der Leitstute über ihre Ausstrahlung mitteilt und die Herde ist im stressfreien Zustand, ist in einem entspannten Zustand, wenn die Leitstute ruhig ist, wenn sie die Ruhe in sich hergestellt hat und über dieses ruhige, über diese Energie, die dem Wasserelement zugeschrieben wird, haben wir wieder eine noch weitere Klarheit in uns errungen und im dritten Schritt ist es der Geist der Ernsthaftigkeit und diese Ernsthaftigkeit, die macht es möglich, dass wir erstens einmal den Gerechtigkeitssinn in uns erwerben, diese Ordnung in uns herzustellen. Also gerade über die ersten drei Geister, der Akzeptanz, der Geduld und der Ernsthaftigkeit, kommen wir in den Geist der Ordnung und damit in die Gerechtigkeit hinein. Welchen Wert hat diese Betrachtung bezüglich der Leitstutenposition in unserem tagtäglichen Leben? Eine enorm wichtige Bedeutung, denn sind wir beispielsweise Mutter oder Vater, sind wir Unternehmer, sind wir Menschen, die andere Menschen in irgendeiner Form führen wollen, müssen oder dürfen, dann kann anhand dieser Leitstutenposition, anhand der Energien, die diese Leitstute ins ich erworben hat, um die Herde führen zu können, dieses ein Leitfaden für uns sein und uns erkennen lassen, welche Energien wir in uns erwerben dürfen, um wirklich zum Segen all jeder wirken zu können, die wir führen dürfen, können, sollen, müssen. Deshalb ist es von extrem hoher Wertigkeit, wenn wir uns von der Natur und in unserem Fall von den Pferden lehren lassen, uns in der Natur aufhalten, beobachten. Das reine Beobachten kann in uns so viel Bewusstsein schaffen, kann uns so viel lehren, dass wir immer mehr in die Erkenntnis kommen: Ja, es ist wichtig, in mir gewisse Energien zu begründen, damit ich meine Aufgabe erfüllen kann, wenn es denn eine Aufgabe ist im Außen, eine meiner Aufgabe eben zu führen. Der eine Aspekt ist das Führen im Außen, also ich darf Menschen führen, aber bevor ich in die Situation komme, andere Menschen führen zu können, darf ich erst einmal Führer in mir selbst sein. Ich darf in die Situation kommen, König oder Königin im eigenen Reich zu sein und das bedeutet, dass wir über unser Denken, Wollen, Fühlen und Handeln gebieten, diese vier Wesensglieder unter unsere Herrschaft, unter unsere Führung zu bringen und das sind dann die Lehren der Pferde.

Die Leitstutenposition innerhalb der Herde ist eine ausgeprägte Yin Kraft, damit aber wirklich Ordnung im Großen und Ganzen in der Herde existieren kann, brauchen wir auch die Yang Kraft, die dann über die Hengstposition zu wirken kommt und wenn wir beide Kräfte zusammen nehmen, Yin und Yang, dann haben wir eine harmonische Herde, in der Ordnung waltet und jetzt wollen wir das Ganze mal auf uns beziehen, auf den Menschen als Mikroorganismus: Auch wir dürfen in uns die Yin Kraft / Kräfte aktvieren und die Yang Kräfte und dann haben wir die Ordnung in uns und wenn wir die Ordnung in uns haben, dann verbreitet sie sich außerhalb von uns und schlägt Wellen, sodass all jede, die mit uns in Berührung kommen, ebenfalls die potenzielle Energie und Möglichkeit haben, in die Ordnung zu finden, zurückzufinden. So entsteht im Kleinen die Ordnung und kann sich dann immer weiter ausdehnen bis hin in den Makrokosmos bzw. auf globaler Ebene, auf unserem Erdenkörper, sodass wir mit dieser Arbeit, die wir leisten, mit dem Pferd und am Pferd, den Einzelnen die Möglichkeit geben, diese Ordnung wieder herzustellen, sodass der Einzelne dazu beitragen kann, dass sich die gesamte Menschheit zurück organisiert und zurückfindet in die Ordnung, also in die göttliche Ordnung, sodass wir als Menschheit diese Ordnung wirklich leben können und die Aufgabe der Pferde ist die, uns zu helfen, in diese neue Ordnung hineinzufinden.

 

Hier eine Vorführung mit dem Pferd:

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