Die drei Führpositionen: Hengst

Die drei Führpositionen: Hengst

Die Position des Hengstes

Notizen von Sabina Hirtz zu den LIVE - Übertragungen von Alexandra Rieger

 

Es geht um das Thema des Leithengstes. Wir haben festgehalten, dass die Leitstute eine Yin Kraft ist, eine ausgeprägte Yin Kraft. Was heißt das? Dass sie über das Sein führt. Sie führt über seelische Qualitäten, also das ist ihre Stärke. Sie führt aus dem Sein heraus, während der Leithengst über das Machen, über das Tun, leitet, anleitet, die Herde zusammenhält, für Ordnung schafft und in der Tat ist es so, dass der Leithengst das schönste Pferd aus der Herde ist, das majestätische Pferd.
Also es zeichnet sich durch seine körperliche Schönheit aus, durch seine Kraft, durch seine Ausdauer und auch durch seinen Mut. Er hat die Hauptaufgabe die Herde eben über diese Kräfte und Fähigkeiten zu leiten, zusammen zu halten, zu führen.
Er ist ebenfalls für die Fortpflanzung verantwortlich. Also seine Position ist am Ende der Herde, d.h. er ist das Schlusslicht, er bildet das Schlusslicht, während die Leitstute anführt, sie ist die Spitze der Herde. Also sie führt die Herde jeweils dorthin, wo es genug zu Fressen gibt, wo die Herde Wasser findet usw.; das erfühlt die Leitstute. Sie hat eine sehr, sehr, starke Außenlebensphäre, über die sie eben auch über weite Entfernungen hinaus nicht nur potenzielle Gefahren wahrnehmen kann, sondern sie kann auch wahrnehmen, in welche Richtung sich die Herde bewegen muss, um eben Fressflächen, also Gras zu finden, Wasser zu finden, wo sie auch Zuflucht finden können, die Pferde, um sicher zu sein. Der Hengst als ausgeprägte Yang Kraft hat die Aufgabe, nicht nur die Herde von hinten zu führen, Ausflügler wieder reinzuholen, denn von hinten über sieht er die gesamte Herde, sodass er eben auch Pferde, die sich verlieren, wieder reinholen kann. Die Herde wird durch den Leithengst von hinten zusammengehalten. Also er ist sehr stark im Machen, denn er muss bei Gefahren unter Umständen auch in den Kampf gehen, er muss also auch die Herde über einen körperlichen Kampf verteidigen. Er ist eine ausgeprägte Yang Kraft. Also wir haben in einer Herde die Yin Kraft, die über die Leitstute repräsentiert wird und über den Hengst die Yang Kraft und beide Kräfte braucht es in einer Herde, damit die Herde gut funktionieren kann.
Damit eine Ordnung in der Herde bestehen kann, braucht es beide Kräfte und was kann das nun für uns für eine Analogie sein? Denn wir sind ja immer geneigt, wir wollen immer wieder das Verhalten der Pferde, die Dynamiken, die in einer Pferdeherde herrschen, hernehmen, um diesbezügliche Analogien und Lehren erkennen zu können. Also durch dieses Ausgewogen sein ist Gleichgewicht, ist Harmonie, ist eben Ausgewogenheit in einer Herde vorhanden. Wollen wir diese Ausgewogenheit, diese Dynamik, die durch diese Harmonie zwischen Yin und Yang aufkommt, sich entwickelt, übertragen auf das Menschsein. Also wir könnten jetzt diese Analogie auf verschiedenen Ebenen anwenden und nun nutzen wir diese Analogie, um unser Inneres damit zu betrachten, also eine Analogie des Individuums auf geistig-seelischer Ebene. Was kann uns diese Analogie der Pferdeherde aussagen? Der springende Punkt dabei ist, dass wir, jeder Einzelne von uns, eine Führungskraft sein dürfen und müssen. Wenn wir ein selbstbestimmtes Leben leben wollen, dann dürfen wir nicht nur, sondern dann müssen wir Führungskraft in unserem Innenraum sein, in unserer inneren Welt, d.h. wir dürfen die Yin Kraft mit der Yang Kraft ausbalancieren, in ein Gleichgewicht bringen und die Yin Kraft, die steht für unsere Seele. Also unsere Seele ist eine ausgeprägte Yin Kraft, während die Yang Kraft durch den in uns wohnenden Geist symbolisiert bzw. dargestellt wird.


Hier eine Vorführung mit dem Pferd:

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