2. Chakra - Der Geist der Geduld

2. Chakra - Der Geist der Geduld

 

2. CHAKRA: GEFÜHLE UND EMOTIONEN

Notizen von Sabina Hirtz zu den LIVE - Übertragungen von Alexandra Rieger während des Corona-Lockdowns

 

 

Das zweite Chakra ist dem Element Wasser zugeordnet und im Wasser-Element drückt sich der Mensch über das Fühlen aus. Also wir drücken uns über unsere Emotionen, über unsere Wahrnehmungen, über unsere Gefühle, aus und jetzt schauen wir uns doch an, wie wir in dieser momentanen Situation fühlen.
Welche Emotion ist wohl bei den meisten Menschen im Moment vorherrschend?
Es ist die Angst. Wir wollen die Analogie Pferd hernehmen bezüglich der Angst, der Ängste. Wann fühlt das Pferd Angst? Wann hat es Angst? Wenn es eingesperrt ist, wenn es keinen Fluchtweg sieht, wenn es keinen Ausweg des Flüchtens gibt, dann empfindet das Pferd Angst und diese Angst kann sich steigern bis hin zur Panik.
Was jedoch interessant bei dieser Betrachtung ist: Das Pferd geht in die Angst, wenn es eingesperrt ist. Wir befinden uns heute weltweit in einer Situation, in der jeder Einzelne eingesperrt ist und zwar auf der physischen Ebene und dann natürlich auch noch durch die ureigensten Ängste, die uns einsperren, die uns gefangen nehmen.
Wir fühlen uns mitunter durch unsere Ängste gefangen und die Ängste, die so sehr die Seele einsperren, können sich auch steigern bis hin zur Panik; dann gerät das Wasser außer Kontrolle. Jetzt dürfen wir uns fragen: ,,Was will uns die Angst, was wollen uns die Ängste sagen?‘‘ Denn wir sollten es nicht zulassen, dass die Ängste und einsperren, uns lähmen, sondern wir sollten jetzt hergehen und uns fragen:
,,Wie kann ich mit meinen Ängsten konstruktiv umgehen?‘‘ Und konstruktiv umgehen heißt: Ich stelle mich diesen Ängsten. Es gibt zwei grundsätzliche Ängste: Es gibt die Angst, die im Körper entsteht und die uns sofort in eine Aktion führt und diese Angst ist lebensrettend. Also sie ist unbedingt notwendig, damit wir sofort handeln können und da gibt es auch keine Zeit zu überlegen, sondern wir sind sofort aufgefordert und gehen in die Handlung und dann gibt es die Ängste, die im Kopf entstehen und hier unterscheidet man drei grundsätzliche Ängste: Es gibt die Angst vor dem Verlust, die Verlustängste, dann gibt es die Angst vor dem Prozess, die Prozessängste, also die Ängste vor der Veränderung, di in einem Prozess entstehen und dann die Angst vor dem Resultat also das Endresultat und hier darf ich mich fragen: Was macht mir in dieser Situation jetzt Angst? Und wahrscheinlich treffen alle drei Ängste zu, denn wir sind in einer Situation, in der wir sicherlich ganz viel verlieren werden. Wir sind in einer umwälzenden Phase. Wir werden ganz viele Veränderungen auf uns zukommen sehen. Wir sind mitten drin. Unser Leben ist bereits total verändert.
Wir werden nach dieser Krise eine totale Veränderung vorfinden. Also das Endresultat wird komplett anders sein. Wir werden nicht mehr dort ansetzen können, wo wir aufgehört haben. Es wird ein anderes Resultat da sein und dieses Resultat können wir noch nicht absehen und das macht uns Angst. Jetzt stellen wir uns unseren Ängsten. Stellen wir uns der Angst durch die Umstände eben auch unsere Gesundheit zu verlieren, krank zu werden. Wie kann ich mit dieser Angst ganz konkret umgehen? Schau hin. Vielleicht will mir diese Angst sagen: Schau mal und lass die Dinge weg, die Deiner Gesundheit nicht förderlich sind, also ganz konkret: Alles Gesundheitsschädliche entlassen. Wie ist Dein Ernährungsstil? Kann ich vielleicht meine Ernährung umstellen? Kann ich gesündere Kost zu mir nehmen? Vielleicht ist es angesagt, dass ich mehr diszipliniere und irgendeine Körperdisziplin aufnehme. Also die Angst hier, die Angst vor dem Krankwerden, kann Dir ganz viel Potenzial geben, um hin zu schauen, aufzuwachen, Neues zu integrieren und Dinge zu entlassen, die Deiner Gesundheit nicht förderlich sind. Vielleicht lebt in Dir eine Angst, Deine Arbeit zu verlieren, den sicheren Arbeitsplatz. Dann schau auch hier hin. Jetzt haben wir so viel Zeit, um uns zu fragen: Was kann ich anders machen? Was kann ich besser machen? Welche neuen Wege tun sich mir auf aufgrund dieser Situation, in der ich jetzt zur Ruhe komme, in der ich jetzt in mich gehen kann und aus mir heraus neue Ideen entstehen können, Intuitionen?
Vielleicht lebt in Dir schon seit geraumer Zeit der Wunsch, Deine Berufung zu erfüllen. Hast Du da schon seit geraumer Zeit Ideen in Dir und hattest Du bislang nicht die Zeit, die Muße, diesen Impulsen nachgehen zu können? Jetzt geh hin und schau hin. Jetzt ist der Moment, in dem neue Dinge entstehen dürfen und können.
In uns kann auch die Angst leben, liebe Menschen zu verlieren. Auch hier schau hin: Die Beziehung zu diesen Menschen - vielleicht kannst Du sie vertiefen. Vielleicht verlangen diese Beziehungen an Tiefe, an Herzenstiefe. Auch hier dürfen wir in die Tiefe gehen, wahre Herzensbeziehungen einzugehen.
Angst, was bringt die Zukunft? Und hier möchte ich uns alle daran erinnern, dass wir niemals Opfer sind, sondern immer Schöpfer und zwar dann, wenn wir uns nicht einsperren lassen, wenn wir uns nicht gefangen nehmen lassen von der Angst, sondern sie hernehmen, um aus der Angst in die Zuversicht zu gehen. Wir sind wie ein Alchemist. Jetzt annehmen, das Blei in Gold zu verwandeln, denn die Angst ist in der Form des Goldes Zuversicht.
Pasteur hat ein Leben lang ausgesagt: ,,Der Erreger ist alles, das Milieu ist nichts.‘‘ Erst auf seinem Sterbebett hat er sich revidiert und ausgesagt: ,,Der Erreger ist nichts, das Milieu ist alles. Was für ein Milieu lebt in mir? Was für ein Milieu erschaffe ich in mir? Denn dieses Milieu, wir sprechen hier von einem geistig-seelischen Milieu, das kann nur ich herstellen und welches Milieu will ich? Ist es die Angst oder ist es die Zuversicht? Und hier darf ich Dich einladen, wirklich eine Beobachtung, ein Überdenken, ein Festlegen Deiner Werte, Deiner Visionen zu achten. Welche Werte habe ich? Wenn wir uns auf die Aussage von Jesus zurückbesinnen: Er gibt uns nur eine Empfehlung, einen Maßstab. Er sagt: ,,Liebe Gott über alles und Deinen Nächsten wie Dich selbst.‘‘ Die moderne Interpretation dieser Aussage könnte folgende sein: Für Gott können wir den Begriff ,,Sein‘‘ hernehmen, also das Sein sollte für mich an oberster Stelle stehen, ist für mich zum Maßstab geworden. Ich will sein. Also nicht das Haben ist der Mittelpunkt in meinem Leben, sondern das Sein. Wenn wir uns als Gesellschaft und auch als einzelnes Individuum in der alten Welt über das Haben definiert haben, dann fordert uns die neue Welt, uns über das Sein zu offenbaren. ,,Haste was, dann biste was. Haste nichts, dann biste nichts.‘‘
Früher ging es ganz klar ums Besitzen, ums Haben. Aber wenn wir uns aufs Haben stützen, dann bauen wir unsere Häuser aus Sand und Jesus sagt: Bau Dein Haus nicht aus Sand - Haus und Sein. Wir sollten das Sein über alles stellen und hier darf ich mich fragen: Wie will ich sein? Weiß ich denn, wie ich sein will? Und wenn ich dabei das Sein über alles stelle, dann kann ich im nächsten Schritt sagen, das will ich auch für meinen Nächsten; also der Nächste, der mir dann so wertvoll ist, wie ich mir selbst wertvoll bin. Dann will ich diese Werte auch für meinen Nächsten. Also das ist eine moderne Interpretation dieser höchsten Aussage, die uns Jesus gibt:
,,Liebe Gott über alles und Deinen Nächsten wie Dich selbst.‘‘ Geh in Dich und lege fest: Wie willst Du sein? Denn Sein steht in der neuen Welt über dem Haben.
Welche Visionen leben in mir? Welche Projekte strebst Du an? Lässt Du Dich von der Angst gefangen nehmen, einsperren lähmen? Dann hast Du ein Milieu in Dir, dass eine niedrige Schwingungsfrequenz hat und über das Festlegen Deiner Werte, über das genaue Definieren Deiner Visionen, kommst du immer mehr in einen höhere Schwingungsfrequenz. Deshalb definiere anhand Deiner Werte Deine Visionen, denn es werden indirekt nur all jene Projekte, Aktivitäten, Berufe, Bestand und Erfolg haben, die diesem Werden entsprechen. Also unsere Projekte müssen einen Mehrwert für alle haben. Sie müssen den anderen genauso Mehrwert bieten wie mir selbst. Auch das ist eine totale Änderung in der neuen Zeit. Berufe, die nur auf einen Eigennutzen aus sind, auf egoistische Motive, die werden keine Zukunft haben, die können in der Schwingungsfrequenz in der neuen Welt nicht bestehen. Deshalb dürfen meine Projekte, die jetzt gerade entstehen, auf diesem Werden basieren, nämlich meinem Nächsten wie mich selbst. Das, was ich anbiete, das, was ich leiste, muss einen Mehrwert für meinen Nächsten haben, einen enormen Wert; den gleichen Wert, den es mir bringt, muss es für meinen Nächsten haben.
Wir dürfen und müssen jetzt umdenken. Es ist ein Paradigmenwechsel, ein totaler Wechsel und dieser Wechsel kann ein Wechsel hinein in eine bessere Zukunft sein und wir dürfen aktiv teilhaben.
Über die Lehren der Pferde können wir zu unserer eigenen Natürlichkeit, zu unserer Authentizität zurückfinden. Die Lehen der Pferde sind die Qualitäten der Freiheit, der Leichtigkeit und damit ein in die Freude kommen. Sie wollen uns dahin bringen, wenn wir uns ihnen öffnen.
 Wenn ich immer mein Bestes gebe, dann ist es so, dass wir aufgefordert sind, authentisch zu sein, aufgerichtet zu sein. Was heißt denn das? Wir dürfen jeweils überprüfen: Stimmt mein Denken überein mit meinem Wollen, mit meinem Fühlen, sodass mein Handeln kraftvoll ist und das ist dann ein aufgerichtet sein, ein authentisch sein, ein kraftvoll sein und das bedeutet, meine Schwingungsfrequenz in mir hoch zu halten. Ich habe eine hohe Schwingungsfrequenz in mir, ein gutes Milieu. Ich lade Dich ein, Dich wirklich zu beobachten: Welche Worte spreche ich? Denn jedes Wort hat eine Qualität. Welche Gedanken denke ich? Die sind ja noch vor den Worten. Welche Gedanken denke ich? Welche Worte spreche ich?
Welche Emotionen habe ich? Damit ich mit meinen negativen Emotionen jeweils in den Transformationsprozess gehen kann, damit ich die Botschaften erkenne und entsprechend konstruktiv mit meinen Emotionen umgehen kann. Welche Handlungen mache ich? Jedes Lamentieren, Kritisieren, sich Auflehnen gegen das, was ist, zieht die Schwingungsfrequenz nach unten und jetzt gerade, in dieser Zeit, haben wir verstärkt die Möglichkeit, in den Prozess des Beobachtens zu gehen, in die Position des Beobachtens zu gehen, denn wir sind gefordert, Liger zu sein. All jeden, die sich den Lehren der Pferde öffnen, dürfen den Anspruch stellen und die Aufgabe erfüllen, die Verantwortung auf sich nehmen, ein Liger zu sein; zunächst im eigenen Reich - im eigenen Reich gegenüber unserer vier Wesensglieder, d.h. ich bestimme meine Gedanken und dadurch meine Worte. Ich bestimme meinen Willen, also ich bestimme über meinen Willen, über meine Gedanken, über meine Emotionen - das ist ja das zweite Element, das Wasser - damit ich meine Handlungen ebenfalls kongruent auf mein Denken, Wollen und Fühlen, ausrichten kann und wenn ich diese Schritte unternehme, dann kann ich sagen, ich bin ein Liger oder Königin oder König im eigenen Reich und dann bin ich stabil; stabil in einer unstabilen, in einer instabilen Zeit; dann bin ich zentriert und stark und das sind die Qualitäten, die das Pferd von uns fordert und das sind die Qualitäten, die Zeit von uns fordert und das sind die Qualitäten, die die Menschen, die um uns sind, von uns fordern. Unsere Familien mit Kindern, unsere Mitarbeiter, unsere Kunden, unsere Patienten, brauchen jetzt Menschen, die die Kraft in sich tragen, entwickelt haben, stabil, zentriert und kraftvoll zu sein, so wie uns das Pferd will, so wie uns das Leben will. Werden wir diesen Forderungen gerecht, dann können wir trotz dieser Umstände eine hohe Lebensqualität leben und wir werden nicht herunter gezogen durch diese Angstspirale. Wir werden nicht gefangen und wir werden nicht eingesperrt, obwohl wir im Moment physisch in einem begrenzten Raum leben. Wir sind trotzdem frei.
Wir müssen diese Zeit des äußeren Eingesperrtseins nutzen, um in uns die Freiheit zu finden über die Lehren der Pferde.

 

Im folgenden Video gibt es noch eine Übung mit dem Pferd und anschließender die Wurzelatmung:

 

Tags